HUBERT JAKSCH

Der Lebensfeld-Gründer Hubert Jaksch führte jahrelang einen florierenden Demeter-Betrieb mit eigenem Hofladen. Obwohl dieser Betrieb sehr gut lief, ließen ihm die Abläufe im herrschenden System keine Ruhe.

Nicht nur im konventionellen Anbau, sondern auch im Biolandbau gilt: Immer noch mehr Leistung, Wachstum, immer noch billiger produzieren, um davon mehr oder weniger gut leben zu können. Der Preis dafür ist hoch: Wer wird die Rechnung des Humusabbaus, der verzüchteten Hybridpflanzen und Hybridtiere, die auch in der biologischen Landwirtschaft längst Einzug gehalten haben, bezahlen? Zuerst leiden unser gesamtes Bodenleben, Nutzpflanzen und Nutztiere unter der „Wirtschaftlichkeit“ unserer modernen Welt. Am Ende der Kette stehen jedoch wir Menschen und wir werden diese Rechnung letztlich bezahlen müssen.

Leider ist in der ganzen Tragweite kaum bekannt, was es mit sogenannten Hybridpflanzen auf sich hat. Es bedeutet nichts anderes, als dass durch eine bewusste Inzucht den Hybridpflanzen für eine Generation alles an Leistung abverlangt wird. Dann ergeben sich bspw. schöne, runde, feste und vor allem gleichmäßig große Tomaten, die auf dem Fließband gut rollen; Schlangengurken, die gleich groß und in gleichmäßiger Krümmung wachsen, damit sie gut in die Verpackung passen, gleich große Gelbe Rüben, die sich leicht schälen lassen usw. Doch für die nächsten 5 bis 10 Generationen sind Mindererträge die Folge. Diese Pflanzen geben also für eine Generation alles und müssen sich über Jahre hinweg erst regenerieren, bevor sie zu einer normalen Weiterentwicklung wieder fähig sind. Die Hybridisierung ist weltweit auf dem Vormarsch, leider auch im biologischen Gemüseanbau mit bereits 70 – 80 %. Nicht nur, dass Landwirte durch den Hybridpflanzenanbau abhängig von Saatgutkonzernen sind, bedeutet dies in unserem Beispiel für die Pflanzenwelt unvorstellbares Leid.

Ganz anders verhält es sich mit samenfestem Saatgut. Die Gelben Rüben haben oft mehrere Wurzeln, die Sellerieknollen sind vielleicht etwas kleiner, der Brokkoli hat nicht nur eine große Rosette, sondern mehrere nicht ganz so große Rosetten, usw. Dafür schmeckt die Gelbe Rübe so, wie eben eine echte Gelbe Rübe schmeckt; alle Gemüse sind widerstandsfähiger und geben ihre Gesundheit an uns Menschen weiter.

Und so suchte Hubert Jaksch seinen Weg heraus aus diesen Zwängen. Sein Ausstieg aus dem konventionellen System war zugleich der Einstieg in eine vollkommen neue „Lebensfeld-Wirtschaftsweise“.


Lebensfeld-Gründung

Jahrelang hat sich der Lebensfeld-Gründer mit den unterschiedlichen Lebensweisen und der Produktion von Obst- und Gemüse auseinandergesetzt. Er hat die Hintergründe erforscht und ein neuartiges Konzept entwickelt, das es allen Menschen ermöglicht, gesunde und vor allem natürliche Lebensmittel für den Eigenbedarf zu produzieren.

Mit der Gründung des Lebensfeld Jaksch unterrichtete und unterrichtet er die Teilnehmer im Humusaufbau, Gemüseanbau und der Pflege der verschiedenen Gemüsekulturen. Einzige Bedingung war und ist die Verwendung 100%ig reinen Saatgutes. Auf dem Lebensfeld wird ca. die Hälfte der Fläche im üblichen Bio-Ackerbausystem bewirtschaftet, die andere Hälfte ist als Terra-Preta-Hügel angelegt, auf diesen Gemüse und Obst angebaut wird. Grundvoraussetzung für das gesunde Wachstum von Pflanzen ist ein guter, gesunder, humusreicher und lebendiger Boden, der beim Lebensfeld-Projekt mittels Terra Preta erzeugt wird. Den Teilnehmern gefiel dieses Konzept von Beginn an, es sprach sich sehr schnell herum und so kamen und kommen Jahr für Jahr immer mehr Familien und Einzelpersonen, die ein Teil dieses einzigartigen Lebensfeld-Projektes sein wollten. Ca. 100 Familien und Einzelpersonen versorgen sich momentan innerhalb der Arbeitsgruppe von ca. 3 ha bewirtschafteter Fläche.

Mittlerweile ist der ehemalige Landwirt und Lebensfeld-Gründer Hubert Jaksch mit seinem neuartigen Betriebssystem im gesamten deutschsprachigen Raum bekannt, unterstützt weitere Lebensfeld-Betriebe und gibt sein Wissen in Seminaren und Vorträgen weiter.